Trotz der nur 49-prozentigen Beteiligung der Etihad Airways an Air Malta soll das künftige Managementteam vorrangig aus Personen von Etihad selbst und von Alitalia, bei der Etihad ebenso 49 Prozent der Anteile hält, bestehen. Dem Bericht nach hätten Etihad und Alitalia freie Hand über das Tagesgeschäft der für den Tourismus im Land so wichtigen Fluggesellschaft Air Malta. Dennoch halte der Staat Malta weiterhin die Mehrheit der Anteile an der maltesischen Fluglinie, wie nationale Politiker stets betonen.
Änderungen im Streckennetz
Letzteres sei vor allen Dingen zum Erhalt gerade für den Tourimusverkehr bedeutender Strecken wichtig, betont der zuständige maltesische Tourismusminister. Die derzeitigen Pläne sehen zwar den Erhalt wichtiger Punkt-zu-Punkt-Verbindungen vor (genannt wurden London und Brüssel), es ist allerdings zu erwarten, dass künftig versucht wird den Passagierverkehr vor allem über den Alitalia-Hub Rom-Fiumicino zu lenken. Eine entsprechende Aufstockung der Verbindungen in die italienische Hauptstadt soll Umsteigeverbindungen ins Netz von Etihad und Alitalia ermöglichen. Dies ermöglicht auch die Einstellung einiger direkter Verbindungen. Ob Wien als Direktverbindung der Air Malta erhalten bleibt oder künftig nur via Rom-Fiumicino oder anderer italienischer Flughäfen bedient wird, ist bisher offen.
Nähere Informationen zu den Änderungen werden demnächst erwartet, wenn im maltesischen Parlament die Details zum Etihad-Deal bekanntgegeben werden.
(red CZ / Titelbild: Airbus A319 von Air Malta - Foto: Christian Zeilinger / Austrian Wings Media Crew)