"Das Land Niederösterreich wird mit Beginn des Jahres 2019 den 24-Stunden-Betrieb der Flugrettung am Stützpunkt Krems-Gneixendorf vom Pilotbetrieb in den Regelbetrieb übernehmen", erklärte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leiter auf einer Pressekonferenz gemeinsam mit ÖAMTC-Flugrettungs-Geschäftsführer Reinhard Kraxner. Das Land nehme dafür 800.000 Euro in die Hand.
Seit dem Start im Jahr 2017 habe es 553 Alarmierungen gegeben, die in 450 Fällen zu tatsächlichen Einsätzen geführt hätten. In jenen Fällen, in denen der Hubschrauber wetterbedingt nicht abheben kann, rücken Notarzt und Sanitäter mit einem speziellen Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) aus, das zusätzlich zum regulären NEF des Roten Kreuzes in Krems vorgehalten wird.
ÖAMTC-Direktor Oliver Schmerold dankte dem Land Niederösterreich für die "gute Partnerschaft" und die "Vorreiterrolle". Der 24-Stunden-Betrieb der Flugrettung sei auch für den ÖAMTC ein Pilotprojekt, mit dem Ziel, Menschen "zu jeder Zeit und bei jedem Wetter“ helfen zu können. Ein Anliegen ist Schmerold auch die ständige Weiterentwicklung und Verfeinerung des Flugrettung-Systems.
Für ÖAMTC-Flugrettungs-Geschäftsführer Reinhard Kraxner, selbst ein erfahrener Einsatzpilot, der das Fliegerhandwerk beim Bundesheer erlent hat, ist "Lebensrettung Teamarbeit" und erfordere "professionelle Zusammenarbeit" mit den Partnern. Zudem bräuchte es die entsprechenden Geräte und eine Mannschaft, die auch die Geräte anwenden könne. Aufgrund des 24-Stunden-Betriebes habe man auch die "Mannschaft verdoppeln müssen".
(red)