Aufgrund des behördlich verordneten Lockdowns im Frühjahr 2020 kam der Airport Klagenfurt in den Monaten April –Juni 2020 komplett zum Stillstand. Die neuen Verbindungen nach Berlin und Palma de Mallorca wurden zum COVID-Opfer. Der Sommer ließ kurz hoffen, jedoch mit den verschärften Reisebestimmungen ab September und dem Lockdown 2 stellte der Linienverkehr wieder ein. Alle touristischen Winter-Charter wurden seitens der Veranstalter storniert und die Linienflüge setzten,bis auf wenige Ausnahmen um die Feiertage,aus.
Der Airport Klagenfurt verzeichnet somit für das Geschäftsjahr 2020 ein Minus von 76% an Passagieren und konnte nur knapp 50.000 Passagiere (2/3 davon vor dem ersten Lockdown) am Airport Klagenfurt begrüßen.„Man sieht anhand der Zahlen, dass wir gut ins Jahr 2020 gestartet sindund uns dann COVID19 zum Erliegen brachte. Die Einbrüche bei den Verkehrszahlen treffen alle österreichischen Airports im gleichen Ausmaß. Wir liegen hier im österreichweitem Durchschnitt.“,so Nils Witt Geschäftsführer des KFBG (Kärntner Flughafen Beteiligungs GmbH).
Witt hat ein hartes, erstes Jahr auf Österreichs südlichstem Airport hinter sich. „Trotz der sehr angespannten Lageist es mit Optimierungen von internen Abläufen und restriktiven Sparmaßnahmen gelungen, den Mitarbeiterstand der KFBG zu haltenund zu sichern“, so Witt.
Die Luftfahrtbranche ist sich einig, man wird sich 2021 aufgrund der vielen Unwägbarkeiten am Niveau von 2020 orientieren müssen und es wirdnur langsam zu einer Erholung der Luftfahrt im Allgemeinen und Passagierzahlen im Speziellen kommen. „Seriöse Flugplanungen sind in der derzeit volatilen Situation nicht möglich“, bedauert Witt.
(red / KLU)